Websites für Architekturbüros
Eine Architekturseite lebt von Bildern, und genau daran scheitern die meisten. Ein Projekt mit zwanzig Aufnahmen in Druckauflösung sieht im Entwurf großartig aus und lädt auf dem Handy eines Bauherrn im Zug acht Sekunden. Die eigentliche Aufgabe ist nicht Gestaltung, sondern große Bilder schnell auszuliefern — und dabei die Rechte an ihnen sauber zu halten.
Was hier anders ist als anderswo
Bildrechte gehören meistens jemand anderem
Architekturfotografie wird lizenziert, nicht gekauft. Nutzungsumfang und Nennung des Fotografen stehen im Vertrag, und beides gilt auch online. Bei Innenaufnahmen kommt gegebenenfalls das Hausrecht der Eigentümer dazu.
Ladezeit ist hier das Designproblem
Moderne Formate, mehrere Auflösungen je Bild und Nachladen erst beim Scrollen sind kein technisches Detail, sondern entscheiden, ob die Galerie überhaupt angesehen wird. Ein Referenzprojekt, das niemand zu Ende lädt, existiert praktisch nicht.
Bauherren suchen nach Bautyp, nicht nach Büro
Gesucht wird „Architekt Sanierung Fachwerk“ oder „Aufstockung Genehmigung“. Eine Referenzgalerie ohne Text dazu findet niemand — die Projektbeschreibung ist der Teil, der Sichtbarkeit erzeugt.
Die Gestaltungsaufgabe
Das Interface muss verschwinden
Die schwerste Zurückhaltungsübung auf dieser Liste. Alles, was gestalterisch auffällt, konkurriert mit der Arbeit, die gezeigt werden soll. Bild groß, Navigation leise, Typografie präzise genug, dass sie niemandem auffällt.
Worauf wir zuerst achten
- Bilder in mehreren Auflösungen, modernes Format, ohne fremdes CDN
- Je Projekt Aufgabe, Randbedingungen und Ergebnis in wenigen Sätzen
- Fotografennennung dort, wo sie vertraglich verlangt ist
- Filterung nach Bautyp und Leistungsphase statt einer endlosen Galerie
- Kontaktweg für Bauherren, der nach Projektart fragt statt nach „Nachricht“
Gestaltungsbeispiel
Beispielentwurf mit erfundenem Büro — zur Ansicht der Gestaltung, nicht als Referenz.
Entwurf ansehenHäufige Fragen
Wie viele Projekte gehören auf die Seite?
Weniger als die meisten Büros zeigen wollen. Acht bis zwölf gut beschriebene Projekte wirken stärker als vierzig kommentarlose Galerien, und sie lassen sich pflegen.
Müssen wir den Fotografen nennen?
Wenn der Lizenzvertrag es vorsieht, ja — und das ist der Regelfall. Fehlende Urhebernennung ist einer der häufigsten Abmahngründe bei bildlastigen Seiten.
Was ist mit Google Maps für die Anfahrt?
Eine eingebettete Karte überträgt die IP-Adresse jedes Besuchers an Google, bevor irgendjemand darauf geklickt hat. Eine statische Karte oder OpenStreetMap tut dasselbe für den Besucher, ohne das auszulösen.
Passt das zu Ihrem Vorhaben?
Fünfzehn Minuten reichen meist, um zu klären, ob es passt und was es ungefähr kostet. Antwort in der Regel am nächsten Werktag.
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