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Sichtbarkeit

Google-Unternehmensprofil: Die Angaben, die wirklich zählen

Wer in deiner Stadt nach deiner Leistung sucht, sieht oft zuerst dein Google-Profil, nicht deine Website. So füllst du es so aus, dass es Anfragen bringt.

Wenn jemand „Notar Bonn“ oder „Hausarzt in der Nähe“ sucht, zeigt Google oben eine Karte mit drei Einträgen. Diese Einträge sind keine Websites, sondern Unternehmensprofile. Für viele lokale Betriebe ist das Profil der erste Eindruck, und oft der einzige, bevor jemand anruft.

Das Profil ist kostenlos. Es lohnt sich, ihm eine Stunde zu geben.

Die Hauptkategorie

Die wichtigste Angabe ist die Hauptkategorie. Sie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt erscheinst. Wähle die Kategorie, die deine Hauptleistung am genauesten beschreibt, also „Notar“ statt „Rechtsberatung“ oder „Hausarzt“ statt „Arzt“. Weitere Kategorien kannst du ergänzen, aber nur, wenn du diese Leistung wirklich anbietest.

Name, Adresse, Telefon

Der Name im Profil muss der echte Name deines Unternehmens sein, so wie er auf dem Schild steht. Suchbegriffe im Namen wie „Kanzlei Müller – Anwalt für Erbrecht Bonn“ verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zur Sperrung führen.

Adresse und Telefonnummer sollten genau so geschrieben sein wie auf deiner Website und im Impressum. Google gleicht diese Angaben ab. Weichen sie voneinander ab, sinkt das Vertrauen in den Eintrag.

Öffnungszeiten, auch die besonderen

Nichts verärgert mehr als ein Weg zu einer Tür, die zu ist. Trag die regulären Zeiten ein und pflege die besonderen: Feiertage, Urlaub, Brückentage. Google zeigt Suchenden an, ob du gerade geöffnet hast.

Die Beschreibung

Du hast etwa 750 Zeichen. Schreib in zwei, drei Sätzen, was du machst, für wen und wo. Kein Werbetext, keine Liste von Suchbegriffen. Der Text wird gelesen, von Menschen und zunehmend von KI-Assistenten, die daraus Antworten bauen.

Fotos

Profile mit echten Fotos wirken vertrauenswürdiger als solche mit einem Logo allein. Zeig, was ein Besucher vorfindet: den Eingang, den Empfang, das Team, den Raum. Handyfotos bei Tageslicht reichen. Stockfotos eher nicht, denn wer kommt, merkt den Unterschied.

Bewertungen und Antworten

Bewertungen beeinflussen, wo du erscheinst und ob jemand klickt. Du darfst zufriedene Kunden um eine Bewertung bitten, etwa mit einem Link in der Abschluss-Mail. Du darfst dafür aber nichts anbieten, keinen Rabatt und kein Geschenk.

Antworte auf Bewertungen, auch auf die schlechten. Sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung. Wer später liest, schaut weniger auf die Kritik als darauf, wie du mit ihr umgehst.

Die Website verlinken

Im Profil steht ein Feld für deine Website. Verlinke die Startseite, oder bei mehreren Standorten die Seite des jeweiligen Standorts. Auf der Website wiederum sollten Adresse, Telefon und Öffnungszeiten als Text stehen, nicht nur als Bild. Dann passen beide zusammen, und Google versteht, dass es dasselbe Unternehmen ist.

Kurz gesagt

Ein gut gepflegtes Google-Profil bringt für viele lokale Betriebe mehr Anfragen als die Website selbst. Die Hauptkategorie, korrekte Kontaktdaten, aktuelle Öffnungszeiten, echte Fotos und Antworten auf Bewertungen machen den größten Unterschied.

Ob deine Website die Angaben für Suchmaschinen sauber bereitstellt, zeigt dir unser Website-Check.