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Gestaltung

Baukasten oder Agentur: Wann Wix und Jimdo reichen

Nicht jedes Unternehmen braucht eine Agentur. Eine ehrliche Einschätzung, wann ein Website-Baukasten genügt und wann sich eine gebaute Seite lohnt.

Wir bauen Websites, und trotzdem raten wir nicht jedem dazu, eine bauen zu lassen. Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace sind für viele Betriebe eine gute Lösung. Die Frage ist nur, wann.

Wann ein Baukasten reicht

Ein Baukasten passt gut, wenn diese Punkte auf dich zutreffen:

  • Deine Seite ist eine digitale Visitenkarte: wer du bist, was du machst, wie man dich erreicht. Mehr soll sie nicht leisten.
  • Du willst selbst Hand anlegen und hast Freude daran, Texte und Bilder zu pflegen.
  • Das Budget ist knapp, und eine monatliche Gebühr ist dir lieber als eine einmalige Investition.
  • Du bist neu gegründet und weißt noch nicht genau, wie sich dein Angebot entwickelt.

Für ein kleines Café, einen Handwerksbetrieb im Aufbau oder eine Selbstständige im ersten Jahr ist das oft die vernünftigere Wahl.

Wo Baukästen an Grenzen stoßen

Die Grenzen zeigen sich meist später, und an anderen Stellen, als man erwartet.

Die Seite gehört dir nicht. Du mietest sie. Kündigst du, ist sie weg. Umziehen lässt sie sich in der Regel nicht, du fängst beim nächsten Anbieter von vorn an.

Fremde Dienste sind eingebaut. Viele Baukästen laden Schriften, Statistik und Skripte von Servern außerhalb der EU, und das lässt sich oft nicht abschalten. Für eine Kanzlei oder Praxis, die mit Vertrauen arbeitet, ist das ein Thema. Unser Website-Check zeigt dir, was deine jetzige Seite lädt.

Die Vorlage bestimmt die Seite. Du kannst Farben und Bilder tauschen, aber Aufbau und Wirkung bleiben die der Vorlage. Viele Seiten sehen deshalb ähnlich aus.

Barrierefreiheit und Tempo hängen vom Anbieter ab, nicht von dir. Viele Baukasten-Seiten laden auf dem Telefon langsam, weil sie Funktionen mitschleppen, die du nicht nutzt.

Wann sich eine gebaute Seite lohnt

Eine Agentur lohnt sich, wenn deine Website mehr leisten soll als eine Visitenkarte:

  • Sie soll Anfragen bringen, nicht nur existieren. Dafür muss sie bei Google gefunden werden und Besuchern in wenigen Sekunden zeigen, warum gerade du.
  • Deine Kunden achten auf Vertrauen und Sorgfalt, etwa in Kanzleien, Praxen oder beim Hersteller hochwertiger Produkte.
  • Du willst, dass die Seite dir gehört, mit Code, Domain und Zugängen, ohne Abo, das sie am Leben hält.
  • Du brauchst etwas Bestimmtes: Leichte Sprache, mehrere Standorte, einen Umzug ohne Verlust bei Google, ein Formular, das an dein System angebunden ist.

Die ehrliche Rechnung

Ein Baukasten kostet wenig im Monat, dafür über Jahre. Eine gebaute Seite kostet einmal mehr, danach nur das Hosting. Wichtiger als der Preis ist aber, was die Seite bringt: Eine Website, die jeden Monat zwei Anfragen mehr bringt, hat sich bei den meisten Dienstleistern schnell bezahlt gemacht. Eine, die niemand findet, ist auch für wenig Geld zu teuer.

Kurz gesagt

Für die digitale Visitenkarte am Anfang reicht ein Baukasten oft. Wenn die Seite Anfragen bringen, Vertrauen schaffen und dir gehören soll, lohnt sich eine gebaute. Wenn du unsicher bist, auf welcher Seite du stehst: In fünfzehn Minuten wissen wir es beide. Schreib uns.